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Vorgeschichte:
Leider konnte unser Teampartner Andy Hentze dieses Jahr nicht die Etappe mit
uns fahren, letztes Jahr waren Peter,
Andy und ich ein recht gutes Team gewesen, dank gut funktionierender
Windschattenarbeit hatten wir unsere Etappe
mit einem Schnitt von 35 knapp 20 min schneller als geplant durchfahren. Als
Ersatz hatte sich dieses Jahr Ralf
Becker aus Waldbronn angeboten, aber bei einer Probetour stellten wir fest,
dass sein Ostrad Langlieger wohl nicht
das geeignete Fahrzeug für unsere Vorstellungen von Geschwindigkeit ist.
Ralf wollte aber trotzdem mitfahren, dann
halt Peter und mir hinterher, so als Backup, falls wir eine grössere Panne
unterwegs haben. Leider war es ihm dann
nicht möglich, rechtzeitig am Treffpunkt zu sein.

Hanno startklar mit dem Jive in Drusenheim am Treffpunkt

Peter Schmid mit seiner Streemachine vom Team Karlsruhe

Martin vom Ortenauer Team mit "Pirellihunter" bei der Ankunft in Drusenheim

 

 

 

Treffpunkt Drusenheim:

Durch die Verschiebungen und Zeiten, die die Vor-Etappen herausgefahren
hatten, war unser Treffpunkt auf 7:10
Uhr vorverlegt worden. Peter und ich waren so gegen 6:50 am Treffpunkt
Fähranleger in Drusenheim, da erreichte
uns auch schon der Anruf von Björn, dass die Ortenauer wohl planmässig in
etwa 15 min eintreffen werden. So war
es dann auch, pünktlich 7:10 kamen die Ortenauer an, allerdings wussten sie
nicht, wo unterwegs der Claus Caspary
abgeblieben war, den wir vermissten.
die Etappe:
wir fuhren dann planässig um 7:10 bei einsetzender Dämmerung ab. Es hatte
etwa 10 Grad, es war ziemlich feucht in
der Luft und auf dem Weg und der versprochene Rückenwind blieb aus.
Ausserdem waren die wichtigsten
Armaturen bei mir ausgefallen, Tacho+Pulsmesser. Wir zogen wohl recht forsch
los und ich hatte Sorge, dass wir
ohne Geschwindigkeits und Pulskontrolle uns zu Anfang wohl übernehmen
würden, schätzungsweise hatten wir eine
cruising speed von 37 drauf, andererseits war der Anfang auch der "gute"
Teil der Strecke, wo wir den Schnitt
verbessern konnten für die fahrtechnisch schwierigeren Abschnitte. So etwa
bei der Halbzeit, bei der Fähre Seltz-
Plittersdorf, waren wir dann warmgefahren und die Sorgen waren soweit
verflogen. Bei Munchhausen, ca. 28 km vor
dem Ziel lagen viele Äste auf der Strecke, die durch den Wald führte, es
hatte zu nieseln begonnen. Einer der Äste
gelangte bei Peter ins Schaltwerk und wir mussten anhalten und die Ritzel
wieder freilegen. Bei dem Stop konnte ich
meinen Tacho wieder justieren, so dass wir jetzt wieder
Geschwindikeitskontrolle hatten. Die Strecke war feucht und
oft mit glitschigem Matsch bedeckt, so dass wir schon deutlich langsamer
voran kamen, die cruising speed lag bei
etwa 33. Inzwischen hatten wir die (grüne) Grenze nach Deutschland
überschritten und Deutschland begrüsste uns
mit einem heftigen Regenguss. Dann begann Peters Schaltungszug für den
vorderen Umwerfer sich aufzulösen und
hielt nur noch an wenigen Drähten, er konnte nicht mehr auf das größte
Kettenblatt schalten, wir hielten etwa 15 km
vor dem Ziel nochmal an und begutachteten den Schaden, das gab mir
Gelegenheit, meine Kette wieder aufs größte
Ketttenblatt zu hiefen (ich schalte immer von Hand, ohne Umwerfer), die
Kette war bei ner Bodenwelle aufs kleinere
Blatt gesprungen. Hier rief ich auch die zentral-Orga an, dass wir
voraussichtlich zur geplanten Zeit ankommen
werden, wir lagen zwar super in der Zeit, aber ich wollte mal keine falschen
Hoffnungen wecken. Endlich wieder im
symphatischeren Trittfrequenzbereich fuhren wir dann weiter, wurden noch
etwas durch ne Baustelle auf dem
Rheindammweg so etwa 6 km vor dem Ziel aufgehalten, wo wir die Bikes drüber
tragen mussten, dann ging es zum
Endspurt. Ich sprintete noch die Zielgerade entlang zum Treffpunkt, um das
Mannheimer Team nicht so lange warten
zu lassen, die sich dieses Jahr ganz sicher waren, dass sie vor uns am
Treffpunkt sind (letztes Jahr mussten wir 15
min auf sie warten).


Treffpunkt Woerth Bahnhof:

Das Mannheimer Team kommt so allmählich zum Treffpunkt eingetrudelt.

Klaus Fischer (mit Sonnenbrille) vom Mannheimer Team und Hanno in Rot (nach der Etappe mit Schnitt von 35 nicht nur die Jacke) bei der Übergabe

Abfahrt des Mannheimer Teams


Nun, ich kam zum Treffpunkt (15 min vor der geplanten Zeit) und keine
Mannheimer Liegeräder zu sehen. Ich rief
die Orga an, wo die denn bleiben. Klang so, als seien sie nicht weit weg und
tatsächlich, durch ein Fenster im
Bahnhof sah ich ein Liegerad. Ich ging und und siehe da, das Mannheimer Team
war auf dem Bahnsteig. Die sahen
mächtig schnell aus, alle mit wahnsinnig tiefen Liegen, Trinkschlauch,
Heckhutzen und so, dagegen kamen wir uns
mit unseren Rädern wie mit Oparädern vor. Also, Flugs den Brief übergeben
und dann sind sie bei beginnendem
Sonnenschein (die hams aber besser wie wir ) nach Westen losgefahren.

Epilog:

auf jeden Fall war die Eustaff 2001 ein reisen Erfolg, eine organisatorische, sowie mesnchliche Meisterleistung, auch wenn wir etwas widrigere Umstände wie vergangenes Jahr hatten, so hat es doch ein riesen Spass gemacht und es ist ein gutes Gefühl, zu einer so grossen Sache beigetragen zu haben.

Für nächstes Jahr suchen wir noch mind. einen Mitfahrer.

 

 

Hanno

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